Erinnerungen eines Webmasters

Die Zeit vergeht!

Gestern war ich auf der Suche nach einigen Manuals, die ich vor langer Zeit mal eingescannt hatte. Bei der Suche bin ich dann auf meine alten archivierten Homepages gestoßen. War wirklich zum Schmunzeln, … habe direkt mal eine Version davon online gestellt. Vielleicht kennt sie noch der ein oder andere C64-User? c64-forever.de bzw. c64er.de lauteten die Adressen. Jetzt könnt ihr sie hier finden: http://c64-forever.konsolenhal.de

c64-forever-de

Die interaktive Funktionen sind allerdings deaktiviert, Namen und Adressen unkenntlich gemacht und der Download der Games funktioniert nicht mehr!

Die Homepage stammt aus dem Jahr 1999/2000, der Zeit vor DSL, vor Content-Managment-Systemen, vor professionellen Foren-Systemen.
Jede einzelne Grafik wurde handgepixelt, die Games (mit einem eigens geschriebenen Script) automatisiert in einem Emulator gestartet und ein Screenshot erstellt.

An den umfassenden Einsatz serverseitiger Programmiersprachen war noch nicht zu denken, nur einige kleine CGI-Scripte liefen damals – z.B. für einen ePostcard-Service, ein Gästebuch und einen Kleinanzeigenmarkt. Für den Rest hatte ich daheim eine Datenbank und einige Delphi-Programme geschrieben, um damit einfache Texte automatisch in HTML-Code zu wandeln und direkt online zu stellen … nun ja erstmal einwählen und hoffen das grad keiner telefonierte …. FIIIIEEEP  Jede Grafik wurde nochmals auf Speicherplatz hin optimiert, um den Upload schnell hinter sich zu bringen. Und auch der Webserver hatte mit ursprünglich 5MB später mit 100MB nicht wirklich viel Platz. Unlimited Traffic für Webserver kannte man auch noch nicht. Auch Games und Videos mussten dort Platz finden. Youtube? Was soll das sein?

Schöne Geschichte am Rande: Ende 1999 konnte ich für die Übersetzung diverser News eine Freundin „begeistern“, mit der ich seit 2001 glücklich zusammen lebe und seit 2007 verheiratet bin. Wer braucht schon Online-Kontaktanzeigen

Die Homepage war damals (vor allem die spätere Version um 2002) die größte C64-Newsseite im europäischen Raum. Neben der vielen Arbeit machte es mir aber vorallem auch viel Spaß den deutsch- und englischsprachigen Raum mit neuen Infos zu versorgen. Daran konnten auch Nörgler, die sich wegen einer fehlerhaften Datei von ca. 250kb(!), die sie runtergeladen hatten und jetzt ihren Traffic-Verbrauch bezahlt haben wollten, nichts ändern.
Zum Thema Traffic: Von anderen Nörglern wurde man wegen eines einzigen(!), statischen, unanimierten Werbebanners angemosert und auch hier hätten die am Liebsten ihr Traffic-Geld zurückverlangt. Nun ja, das waren zugegebenerweise schon damals komische Gestalten. Es wurden Infos ausgestauscht, wie man den Banner umgehen konnte und mir somit finanziell schaden könnte. Schade nur,
ich nicht für Views oder Clicks, sondern pauschal entlohnt wurde
Auch eine angedrohte Klage von einem Redakteur eines C64-Magazins (nein nicht die 64’er) verpuffte ganz schnell, obwohl ich mir schon überlegte, warum man selbst im eigenen Lager nicht vernünftig kommunizieren konnte. Ausschlaggebend war hier im übrigen ein User-Kommentar im Bezug auf die Zeitschrift, der vom besagten Redakteur auch recht schnell öffentlich mit diversen Beleidigungen belegt wurde. Ja ja, Wald und reinrufen und so … das waren dann auch die ersten Banns, die ich in meinem jungen Webmasterleben ausgesprochen habe.

Aber schön war’s trotzdem!

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Eine Antwort zu Erinnerungen eines Webmasters

  1. Pingback:c64er.de – back in Action! – Konsolenhalde

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